Rollerfreunde Ostholstein RFO
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Tipps

Bitumen


Fahrbahnschäden, z.B. Schlaglöcher oder auch Spurrillen, sind für Motorradfahrer wesentlich problematischer als für Pkw-Fahrer und können die Ursache für einen zunächst unerklärlichen Unfall sein.

Ein zentrales Thema innerhalb der Fahrbahnthematik stellen Ausbesserungsarbeiten der Straßenoberfläche aus Bitumen. Hierbei werden die zu erneuernden Fahrbahnstellen mit einer Bitumenlösung bespritzt und ggf. mit Edelsplitt abgestreut („Rollsplitt“), der dann eingewalzt wird. Seine Griffigkeit erhält dieser Straßenbelag aus der Menge des eingewalzten Splittes und der Splittkorngröße. Sofern überhaupt eine Splittabdeckung erfolgte, verliert sich diese jedoch im Laufe der Zeit, so dass letztendlich nur eine blanke Bitumenoberfläche übrig bleibt. Empfohlen wird Bitumen nur für lokal begrenzte Schäden, wie Nahtschäden, Risse oder Fugen. Trotzdem werden häufig – wie unser Video zeigt – Ausbesserungen mit Bitumen auch großflächig vorgenommen.

Was für ein Zweispurfahrzeug (z.B. Pkw) noch völlig ungefährlich ist, kann für einen Zweiradfahrer als Lenker eines Einspurfahrzeuges schon kritisch werden. Gerade Bitumenstreifen in Fahrtrichtung können dabei sehr gefährlich sein. Hingegen sind schmale Bitumenstreifen in Querrichtung – wegen der kurzen Verweildauer auf diesen – harmlos und zumeist ungefährlich.

Bitumen hat in der Regel einen deutlich niedrigeren Reibungskoeffizienten (My, µ) als eine Asphaltoberfläche. Deshalb kann es gerade bei Nässe zu einem plötzlichen Reibwert-Sprung kommen, sobald die Reifen vom Asphalt auf die Bitumenfläche wechseln. Diese so genannten „µ-Spots” sind für einspurige Fahrzeuge sehr problematisch, wie Untersuchungen auf Fahrbahnen mit Bitumenausbesserungen ergaben.

Außerdem erzeugen hohe Temperaturen ein ähnliches Problem wie die Witterungsbedingung „Nässe“. Schon bei 23 Grad Celsius Außentemperatur besteht eine leichte Verformbarkeit des Materials bei nur geringem Kraftaufwand. Aufgrund des geringen Reibungskoeffizienten spricht man hier vom so genannten „Glatteis im Sommer“.

Sollten Sie auf Fahrbahnen mit Bitumenausbesserungen unterwegs sein, fahren Sie besonders vorsichtig und vorausschauend. Nicht zuletzt passieren hier sehr viele Unfälle. Denn gegenüber der Asphaltfahrbahn sind bei Kurvenfahrten nur sehr begrenzte Schräglagen möglich, auch die Bremswege verlängern sich deutlich.



Tückische Fahrbahnoberfläche

Auch wenn die Sonne bei der ersten Ausfahrt schon kräftig lacht, hält der Winter noch eine Überraschung parat, nämlich Frostschäden. Vielerorts sind die Straßenoberflächen durch den Frost aufgerissen, so dass sich zum Teil große und tiefe Schlaglöcher bilden. Da die Straßenmeistereien mit den Reparaturen oftmals nicht so schnell nachkommen wie es nötig wäre, warnt das ifz vor diesen Gefahren. Hier hilft nur eine ganz besonders vorausschauende Fahrweise – eben auch mit dem Wissen um diese Gefahr.
Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Erinnerung, wenn es um die Streckenführung geht; da kann sich im Winter durch Baumaßnahmen oder Frostaufbrüche viel verändert haben. Das gilt besonders für Ihre „Hausstrecke“. Seien Sie am Anfang misstrauisch und gehen Sie nicht gleich in Ihren persönlichen Grenzbereich des letzten Jahres.
 Verschmutzungen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Frostaufbrüche können ansonsten zu Überraschungen führen.