Rollerfreunde Ostholstein RFO
Je OLLER desto schneller der ROLLER

Weserberglandtour 2013

Tourbericht der Weserberglandtour 2013

 

2 Mehrtagestouren hatten die Rollerfreunde bereits in den letzten Jahren errollert. Nach dem Harz und Mäc Pomm ging es jetzt für 5 Tage mit 13 Rollern und 16 Rollerfreunden ins Weserbergland.

Am Mittwoch, d. 12.6. ging es von Neustadt pünktlich los und an weiteren Treffpunkten wurden die restlichen Rollerfreunde eingesammelt. Gegen Mittag trafen wir uns dann in Laatzen bei Hannover und von dort aus ging es dann direkt zum Bikerhaus. Im Bikerhaus eingetroffen der 1. Schock: Micha, der letzte Mann, ist weg. An der 1. Kreuzung gleich, haben wir ihn verloren. Das fängt ja gut an. Jo hat ihn dann aus Bevern abgeholt. Nachdem dann alle ihre Zimmer bezogen haben, begrüßte ich erst einmal alle Rollerfahrer mit einem kleinen Vorbericht. Peter und ich haben für diese Tour ein knapp 50seitiges Tourenbuch, mit sämtlichen Sehenswürdigkeiten die wir auf den Touren zu sehen bekommen, zusammengestellt. Zusätzlich bekam jeder noch einen Button mit dem Weserberglandtour-Design inkl. Namen ausgehändigt und fuhren dann unsere 1. Tour nach Holzminden. Am Hafen angekommen, stellten wir dann fest, dass die Kneipe direkt an der Weser abgebaut wurde! Verrat! Aber 100m weiter haben wir dann doch eine Kneipe für eine erholsame Pause gefunden. Da die mehrstündige Fahrt doch ein wenig anstrengend war, haben wir die Tour abgebrochen und sind dann direkt zum Bikerhaus gefahren.

Abends ein 3-Gänge Menü erhalten und danach im Pavillon und auf der Terrasse ein kühles Blondes genossen (oder auch mehrere).

 


 

Goldwing Tour

 

An unserem 1. Tag fuhren wir die Goldwing-Tour. Über Bevern – Boffzen konnten wir die ersten kurvigen Straßen genießen. 1. Station war der Skywalk über der Weser. Eine Aussichtsplattform mit einem herrlichen Ausblick von oben auf die Weser. Über das Dornröschenschloss ging es zum 1. längeren halt zur Fähre nach Hemeln. Ein alkoholfreies Weizen kostet da tatsächlich nur 1,80€/0,5l Flasche. Auf dem Ortsschild kurz „verewigt“ ging es weiter zum Weserstein nach Hann.-Münden. Den Stein mit dem Spruch fotografiert und dann ging es mit einer gewissen Vorfreude zum Goldwing Händler Fuchs oder kurz Bike-City. Die Verkäufer waren etwas komisch, da sie unseren besseren Roller nicht gegen eine Goldwing tauschen wollten! Goldwings, Trikes, Maschinen mit Beiwagen, Roller…..alles außer Fahrräder. Steffi hat sich gleich eine Maschine im Farbton orange ausgesucht und hat sich mit einer Aussage dabei weit aus dem Fenster gelehnt: „Ich mache den Führerschein, kaufe diese Maschine und André darf sie putzen und darf dann auch nur hinten sitzen!“ …mal sehen, wie sie da wieder raus kommt aus der „Nummer“.

Kaum angekommen fing es auch gleich zu regnen an…..Glück gehabt.

Abends haben wir uns wieder von Brunhilde bedienen lassen.

 

Die Hundehaufentour

 

Am 2. Tag begann die Tour gleich mit der Überfahrt mit der Fähre Polle. Zur Burg hoch und uns gefreut, dass die heutigen Häuser doch etwas bequemer sind. Einen hätten sie beinahe vergessen….den hatten sie angekettet. Nur weil man sich „mal“ verfahren hat, muss das doch nicht gleich sein….oder?

Nächste Station war der Aussichtsturm am Hungerberg. Einmal drum herum gefahren und dann ging es endlich hoch. Der Weg war doch ein wenig steil, aber ein Katzensprung (wie eine Frau gesagt hatte) war es nicht ganz…..oder sie hat eine sehr große Katze zu Hause!

Am Bier und Schnapsmuseum eine Pause eingelegt und „nüchtern“ wieder weiter gefahren. Kurz am Viadukt eine Fotopause eingelegt und weiter ging es zu Hermann. Wir waren leider zu spät da, denn die Rollerfreunde Weserbergland erzählten uns, dass pünktlich um 11.00 Uhr der Hermann sein Schwert von der linken in die rechte Hand wechselt. Schade, hätten wir gerne gesehen. Einmal dann um den Emmerstausee gefahren und die Polizei beim Blitzen zugesehen. Gegen 16.00 Uhr dann endlich auf dem Köterberg angekommen. Im Sommer bekommt man hier keinen Parkplatz und heute?....alles leer! Kurz als Andenken einen Sticker gekauft und dann weiter nach „Hause“. Die 5 Personen die auswärts im Ofen-Haus übernächtigen, wurden vom Bikerhaus-Team abends zum Essen abgeholt und nach der medizinischen Einnahme eines bzw mehreren kühlen Blonden, wieder zurück gebracht. Toller kostenloser Service!

 

Die Lügenbaron-Tour

 

Am 3. Tag ging es gleich zum Münchausen-Museum. Leider war es noch nicht geöffnet und wir konnten uns nur draußen die Statuen vom halben Pferd und der Geschichte mit dem Pferd im Sumpf ansehen. Über die Grohnder Fähre ging es weiter zur Hämelschen Burg. Leider benötigt man ca 2-3 Stunden um das Rittergut zu besichtigen. Also weiter ging es nach Hameln. 2 von 4 Bikerparkplätze sind direkt in der Innenstadt und gleich den 1. Parkplatz konnten wir komplett „besetzen“. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es weiter zum Klütturm und Hameln von oben sehen. An allen Tagen hatten wir Glück mit dem Wetter und konnten die „Welt“ schön von oben entdecken.

Einen Wasserbaum (!) gab es in Ockensen zu besichtigen und auch da hatten wir wieder Glück, dass dort eine Geologie-Klasse gerade Halt gemacht hat. Nach einer ausführlichen Info staunten wir nicht schlecht! Um 16.15 Uhr trafen wir uns dann mit den Rollerfreunden Weserbergland im Motorradmuseum in Wickensen. Ausführlich erklärte uns der Inhaber seine Maschinen. Eine feierte dieses Jahr den 100. Geburtstag. Mit den Rollerfreunden werden wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben. Abends im Bikerhaus hatte man sich dann vieles zu erzählen und ließ die Tage noch einmal Revue passieren.

 

Leider gehen auch die schönsten Tage irgendwann einmal zu Ende. Nur Hans-Werner wollte unbedingt noch da bleiben. Er verlegte sein Schlüssel so gut, dass wo auch immer wir guckten, ihn nicht gefunden haben. Selbst sein Topcase haben wir gewaltsam geöffnet….und? wo war er? Genau! Zwischen den Papieren! Noch einmal kurz ein Abschiedsfoto der Truppe und dann ging es wieder zurück. In Laatzen einen Zwischenstopp eingelegt und dann trennten sich unsere Wege.

 

Fazit:

Wir hatten schöne 5 Tage mit tollem Wetter und einer schönen Unterkunft mit einer lustigen Brunhilde. Der Zeitpunkt war genau richtig, da im Juni, in der Nebensaison, so gut wie kein Verkehr ist. 3 Tourentage sind für das Weserbergland definitiv zu wenig. Die Tourvorbereitung war OK und unbedingt empfehlenswert. 200km für jede Tour waren aber für viele doch schon zu viel, 150km hätten mit dieser Anzahl an Rollern auch gelangt. Einige Attraktionen habe ich bewusst bzw unbewusst bereits ausgelassen, aber dennoch könnte man sich bei der nächsten Tour bei der einen oder andern Sehenswürdigkeit mehr Zeit lassen. Mit 13 Rollern ist es nicht einfach zu fahren, wenn nicht alle über den gleichen Wissensstand bzw Erfahrungen des Kolonnenfahrens verfügen. Hier müssen wir noch daran arbeiten. Eine Abspeicherung der Tour bei allen, die ein Navi haben, wäre sicherlich hilfreich. Danke an Reiner, der sich mit seinem Navi die Touren vor Ort abgespeichert hat und somit als letzter Mann fahren konnte. Danke auch an Peter Markmann mit dem ich an sehr vielen Tagen an dieser Tour geplant und gemeinsam ausgearbeitet habe.

 

Ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Mehrtagestour mit euch.

 

André

Alle Bilder der Tour findet ihr hier